Zum Abschluss gebe ich Ihnen Futter zum Nachdenken mit.
Denn: warum scheint es überhaupt so schwer, mit seinem Kind über die schlechten Seiten (und übrigens auch die guten Seiten) von Sexualität zu sprechen?
Weil wir immer das Gefühl haben: sie sind so klein, das kein Thema für sie. Vielleicht, weil wir selbst nicht mögen, was Porno mit uns macht, die unwillkürliche Reaktion?
Weil wir uns fürchten, dass unser Kind fragt: guckst du das auch?
Weil wir selbst nicht gerne über Erregung reden, uns das lächerlich, eklig und falsch vorkommt (geht vielen so)?
Weil es ultraprivat und persönlich ist?
Weil es sofort an unseren Selbstwert geht?
Weil uns unsere Eltern mitgegeben haben, dass darüber reden total peinlich ist?
Weil wir vielleicht mitbekommen haben, dass uns sexuelle Gefühle und Bedürfnisse schlecht ausgelegt werden können, man sich darüber lustig macht.
Die Lösung: Sie entscheiden werteorientiert, wass Sie wann sagen. Aber bleiben Sie dran, und: keine Angst. Das alles kann ich kleinen, altersgerechten Schritten passieren. Nur: Lassen Sie es nicht, sonst tun es andere. Und die klären vermutlich nicht so liebevoll auf, wie Sie. Sie signalisieren Ihrem Kind auch: Bei mir kannst du nachfragen, wenn etwas ist. Und das wollen wir.
